#PEOPLE · LinkedIn-Original
„Ich dachte, ich sei eine inklusive und transparente Führungskraft.“

„Ich dachte, ich sei eine inklusive und transparente Führungskraft.“
Das war die ehrliche Reaktion einer CEO, nachdem ihr CHRO sie mit einem blinden Fleck konfrontierte: Entscheidungen, die sie im Sinne von Schnelligkeit und Eigenverantwortung in 1:1s mit einzelnen Führungskräften traf, führten zu Frust und Verwirrung im Rest des Teams.
Was gut gemeint war – schnelle Entscheidungen, kurze Wege, Vertrauen ins Team – entpuppte sich als Quelle von Missverständnissen, Konflikten und Silodenken.
🔍 Warum?
Weil auf C-Level kaum eine Entscheidung ohne Auswirkungen auf andere Bereiche getroffen werden kann. Und wenn sie doch in Einzelgesprächen fällt, fehlt es an Kontext, Mitwirkung – und am Ende an Vertrauen.
Ron Carucci hat in einem lesenswerten HBR-Artikel („Stop Having So Many 1-on-1 Meetings“) genau diese Dynamik beleuchtet. Sein Vorschlag: Statt endloser 1:1s lieber gezielte Capability Meetings:
Kleine, cross-funktionale Runden, in denen genau die Leute zusammenkommen, die gemeinsam echten Wert schaffen – und dabei gemeinsam entscheiden, lernen und Verantwortung tragen.
👉🏼 Der Unterschied?
Weniger Einzelmeinungen, mehr Systemverständnis.
Weniger Machtspielchen, mehr gemeinsames Gestalten.
Weniger Wiederholungsschleifen, mehr Umsetzungskraft.
💡 Mein Takeaway: Führung fängt nicht mit besseren Meetings an – sondern mit besseren Fragen zu unserem Meeting-System.
Wer von euch hat solche Capability-Formate schon eingeführt oder mitgedacht?
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