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#PEOPLE · LinkedIn-Original

„Ich dachte, ich sei eine inklusive und transparente Führungskraft.“

Autor: Dr. Michael Zeisig · Erstmals veröffentlicht: 22. Juli 2025

Mehrere Hände fügen Papierformen an einem runden Tisch zu einem gemeinsamen Ganzen zusammen.
Bildquelle: KI-generiert

„Ich dachte, ich sei eine inklusive und transparente Führungskraft.“

Das war die ehrliche Reaktion einer CEO, nachdem ihr CHRO sie mit einem blinden Fleck konfrontierte: Entscheidungen, die sie im Sinne von Schnelligkeit und Eigenverantwortung in 1:1s mit einzelnen Führungskräften traf, führten zu Frust und Verwirrung im Rest des Teams.

Was gut gemeint war – schnelle Entscheidungen, kurze Wege, Vertrauen ins Team – entpuppte sich als Quelle von Missverständnissen, Konflikten und Silodenken.

🔍 Warum?

Weil auf C-Level kaum eine Entscheidung ohne Auswirkungen auf andere Bereiche getroffen werden kann. Und wenn sie doch in Einzelgesprächen fällt, fehlt es an Kontext, Mitwirkung – und am Ende an Vertrauen.

Ron Carucci hat in einem lesenswerten HBR-Artikel („Stop Having So Many 1-on-1 Meetings“) genau diese Dynamik beleuchtet. Sein Vorschlag: Statt endloser 1:1s lieber gezielte Capability Meetings:

Kleine, cross-funktionale Runden, in denen genau die Leute zusammenkommen, die gemeinsam echten Wert schaffen – und dabei gemeinsam entscheiden, lernen und Verantwortung tragen.

👉🏼 Der Unterschied?

Weniger Einzelmeinungen, mehr Systemverständnis.

Weniger Machtspielchen, mehr gemeinsames Gestalten.

Weniger Wiederholungsschleifen, mehr Umsetzungskraft.

💡 Mein Takeaway: Führung fängt nicht mit besseren Meetings an – sondern mit besseren Fragen zu unserem Meeting-System.

Wer von euch hat solche Capability-Formate schon eingeführt oder mitgedacht?

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Das war die ehrliche Reaktion einer CEO, nachdem ihr CHRO sie mit einem blinden Fleck konfrontierte: Entscheidungen, die sie im Sinne von Schnelligkeit und Eigenverantwortung in 1:1s mit einzelnen Führungskräften traf, führten zu Frust und Verwirrung im Rest des Teams.