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Grüße aus dem ideologischen Schützengraben: Warum Diversity ein Irrweg ist

Grüße aus dem ideologischen Schützengraben: Warum Diversity ein Irrweg ist
Wenn ich aktuell die Diskussion um die Energiewende verfolge, so sind sie wieder deutlich sichtbar: Die Schützengräben! Angeführt von der Politik werden häufig ideologische geprägte Debatten geführt, in denen beispielsweise die Befürworter des Elektromotors den Verbrenner verteufeln, in denen die Schiene als einzig zukunftsträchtiges Verkehrsmittel der Fliegerei den Garaus machen soll und umgekehrt. Solche Schwarz-Weiß-Debatten gehören scheinbar zum politischen Geschäft. In diesem Artikel möchte ich nicht in politische Diskussionen einsteigen, denn Idealismus ist kein guter Berater zur Lösung von Problemen in komplexen Systemen.
Was für die Politik gilt, trifft allemal auf die Wirtschaftswelt zu. Ich bin erstaunt darüber, wie auch hier unter Führungskräften und Beratern ideologische Debatten geführt werden: "Klassisches Projektmanagement" wird verteufelt, der "Wasserfall" belächelt, und Agilität wird als das neue Ideal gepriesen. Management scheint aus der Mode gekommen zu sein, da heutzutage allein (visionäres und inspirierendes) Leadership als Lösung für die Führung von Organisationen angesehen wird. Hierarchien gelten als überholt, und die Zukunft gehöre den hierarchielosen, selbstorganisierten Teams. Das altmodische "Dashboard-Management" wird abgelehnt, und Kennzahlen werden als Kontrollillusion abgetan. Es wird gefordert, alle Kennzahlen und Dashboards abzuschaffen und stattdessen nur noch von Vision und Inspiration geleitet zu werden. Gleichzeitig werden ältere Führungskräfte in den Unternehmen pauschal als überholt dargestellt und aus der Führung vertrieben. Die Beispiele lassen sich beliebig fortführen.
Auch diese Plattform scheint eine Brutstätte und Multiplikator ideologischer Debatten zu sein - weit entfernt von der betrieblichen Realität, oft geführt in einer Bubble des Privilegs.
Auf mich wirkt es wie ein Hilfeschrei in einer immer komplexer werdenden Welt, in der das Allheilmittel in den Extremen gesucht wird. Und nebenbei wird noch schnell online bei Amazon & Co etwas bestellt, ohne sich dabei bewusst zu machen, welche operativen Prozesse und welche hohe Kunst des Managements (inkl. Dashboards und Kennzahlen) dahinter etabliert wurden, damit die Lieferung den eigenen Anspruch des „same day delivery“ erfüllt.
Außer acht gelassen wird dabei die Vielzahl der weniger privilegierten Menschen, die in Produktionsbetrieben, Güterverteilzentren oder der letzten Meile der Auslieferung arbeiten, damit die Privilegierten auf LinkedIn aus ihrem Büro/Homeoffice in der schicken Altbauwohnung heraus ihre ideologischen Ansichten über gute und schlechte Führung verbreiten können.
Die Notwendigkeit eines pragmatischen Ansatzes
Ich plädiere wie bei der Energie- und der Mobilitätswende sehr für einen gesunden und vor allem pragmatischen Mix. Wer das Grundwissen des klassischen Projektmanagements nicht beherrscht, wird auch in agilen Projekten keine Erfolge liefern. Wer nicht unterscheiden kann, wann und wo klassisches Projektmanagement zielführender ist und wann und wo agileres Vorgehen der bessere Weg ist, so oder so nicht.
Wer nicht regelmäßig einen einen scharfen Blick auf die wenigen Kennzahlen seines betrieblichen Dashboards wirft und sein Unternehmen ordentlich managed, wird nicht die nötige Gewinnmargen erzielen, die es braucht, um mit Vision und Inspiration in neue Ideen zu investieren, aus denen bestenfalls Innovation entstehen.
Das pauschale Verurteilen älterer Führungskräfte in den Unternehmen zeugt von Respektlosigkeit.
Fazit: Grautöne statt Schwarz-Weiß-Denken
Statt uns in ideologischen Schützengräben zu verstecken, sollten wir nach pragmatischen Lösungen suchen und die Vielfalt der Meinungen und Lösungsansätze schätzen und fördern. Statt “entweder oder”, lieber “und”, anstatt “schwarz weiß”, lieber “Grautöne”.
In unserer komplexen Welt sollten wir uns nicht auf Extrempositionen versteifen, vielmehr sollten wir die Balance zwischen verschiedenen Ansätzen finden. Letztendlich sind es die Mischung aus Leadership und Management, Agilität und klassischem Projektmanagement, Kennzahlen und Visionen, die uns erfolgreich machen.
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