
Zwei Werke. Ein gemeinsamer Standard. Wie viel muss dafür gleich sein?
Über Standardisierung wird seit Generationen diskutiert. Aus meiner Erfahrung entscheidet dabei oft eine Frage: Bis in welche Detailtiefe wollen wir standardisieren?
Ein Werk produziert Kleinserien, das andere auf einer hochautomatisierten Linie. Ein vereinfachtes Beispiel: Gleiche Anforderungen an die Qualität legen noch nicht jede Arbeitsfolge fest.
Für mich beginnt ein sinnvoller Standard beim Zweck: Was muss überall verlässlich herauskommen? Und welche Vorgaben sind dafür nötig?
Wo Sicherheit, Zulassung oder ein stabiler Fertigungsprozess einen bestimmten Ablauf erfordern, ist dieser verbindlich.
Bei weiteren Details braucht es eine Begründung. Lokale Anlagen, Losgrößen oder regionale Kundenbedürfnisse können andere Wege verlangen. Dafür muss ausreichend Spielraum bleiben.
Wer diesen nutzt, muss zeigen, dass die gemeinsamen Anforderungen erfüllt sind. Klar sein muss auch, wer die Abweichung verantwortet und wann sie überprüft wird.
Standardisierung darf keinem Selbstzweck dienen. Ihr Nutzen entscheidet sich auch daran, wie gut sie notwendige Anpassungen zulässt.
Wo reicht euer Standard heute tiefer ins Detail, als es dem Ergebnis hilft?
#Organisation #Führung #Transformation



