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Serie Programmsteuerung (3/7): „Prozent fertig" ist keine Steuerungsgröße

Vorher: 45 Minuten Diskussion, wo das Projekt eigentlich steht. Nachher: 10 Minuten, welcher der zwei Blocker heute gelöst wird.
„73 % fertig."
Diese Zahl stand letzte Woche auf der Statusfolie eines Transformationsprogramms, das ich begleite. Acht Workstreams, ein Steering Committee, eine Frage: Was bedeutet das eigentlich?
45 Minuten diskutierte die Runde, ob 73 % gut oder schlecht ist. Niemand konnte sagen, welche Deliverables fehlen, wo es klemmt oder wann fertig wirklich fertig ist.
Also haben wir umgestellt. Drei Zahlen statt einer:
12 von 18 definierten Deliverables geliefert.
Zwei kritische Blocker, konkret benannt.
Forecast: vier Wochen Verzug, mit Ursache.
Beim nächsten Steering Committee dauerte die gleiche Diskussion zehn Minuten. Nicht weil das Projekt besser lief. Sondern weil die Zahlen eine Entscheidung ermöglichten statt eine Debatte auszulösen.
„Prozent fertig" fühlt sich nach Kontrolle an. Tatsächlich verschleiert die Zahl genau das, was Steuerung braucht: Fortschritt in Deliverables, Klarheit über Blocker, Realismus im Forecast.
Steuerung heißt nicht, mehr zu berichten. Sondern das zu berichten, was eine Entscheidung trägt.
Nutzt euer Programm noch „Prozent fertig" – oder schon Deliverables, Blocker, Forecast?
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