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#PEOPLE · LinkedIn-Original

Drei persönliche Superkräfte für erfolgreiche Transformation: Vision, Mut und Grit

Autor: Dr. Michael Zeisig · Erstmals veröffentlicht: 4. Juni 2021

Ein Wanderer mit roter Jacke geht durch einen felsigen Gebirgssattel auf einen fernen Gipfel zu.
Bildquelle: KI-generiert

Anpassungsfähigkeit und Agilität sind Schlüsselkompetenzen, um Unternehmen erfolgreich durch dynamische Märkte zu führen. Das sagt sich leicht – aber was bedeutet es? Drei Superkräfte sind gefragt: VISION, MUT UND GRIT.

Superkraft 1 – Vision

Prof. Kruse beschrieb einmal den Unterschied zwischen Managern und Unternehmern.

Manager investieren Energie, um Systeme zu stabilisieren: Sie löschen beispielsweise Brände, optimieren Prozesse, implementieren Betriebssysteme und sorgen damit dafür, dass Unternehmen Gewinne erwirtschaften und steigern. Unternehmer sind dagegen Funkenzünder, die Feuer entfachen: Sie haben eine klare Vision und investieren Energie in Prozesse, deren Erfolg sie noch nicht kennen – das nennt sich unternehmerisches Risiko. Und Risiko hat immer einen Preis: im schlimmsten Fall das Scheitern, mindestens aber ist der Preis, dass die Organisation in der Übergangsphase, der Transformation, nicht mehr so effizient ist. Im besten Fall ist das Unternehmen danach erfolgreicher als jemals zuvor. Unternehmer nehmen die Aufgabe stabiler Systeme deshalb bewusst in Kauf. Darum mögen Manager manchmal keine Unternehmer – und umgekehrt.

Erfolgreiche Unternehmer beobachten den Markt stets sehr genau. Denn wenn sie ihre Unternehmen in eine instabile Phase führen, sollte sich die neue stabile Phase immer an den Marktbedürfnissen ausrichten. Unternehmertum bedeutet also, die Marktwahrnehmung so zu perfektionieren, dass Veränderungen nicht ziellos erfolgen, sondern sich zumindest im Rahmen der Marktbedürfnisse bewegen und zu einer Erfolgsgeschichte werden.

Superkraft 2 – Mut

Das Problem: Diese unternehmerischen Erfolgsgeschichten lassen sich erst erzählen, wenn sie geschehen sind – niemals im Voraus! Im Rückblick sehen wir als Außenstehende selten den Schmerz des Übergangs. Elon Musk oder Jeff Bezos sind aktuelle Beispiele unternehmerischer Superhelden. Beide sind aber nur erfolgreich, weil sie den Mut hatten, durch den Schmerz des Übergangs zu gehen, den wir im Nachhinein nicht mehr sehen. Dieser Schmerz besteht meist aus Unsicherheit, Rückschlägen und dem Widerstand von Menschen.

Das führt schließlich zu …

Superkraft 3 – Grit

Das Konzept Grit wurde auf einer offiziellen TED-Konferenz von Angela Lee Duckworth vorgestellt, einer Psychologin der University of Pennsylvania.

Grit bedeutet Leidenschaft und Ausdauer. Menschen sind ausdauernd, wenn sie zu Ende bringen, was sie begonnen haben, und sich durch Rückschläge nicht vom Kurs abbringen lassen. Leidenschaft bedeutet, dass jemand an einmal gesetzten Zielen festhält. Sie nicht ständig verändert, sondern verfolgt – manchmal über Jahre. Wer beides schafft, also „gritty“ ist, ist erfolgreich.

Transformation zwischen stabilen Phasen: Vision, Mut und Ausdauer helfen durch Unsicherheit und Rückschläge.Originalgrafik aus dem LinkedIn-Artikel (englisch).

Video ansehen: Grit: the power of passion and perseverance | Angela Lee Duckworth

Die schlechte Nachricht zum Schluss: Es ist gut, Menschen mit diesen drei Superkräften zu haben, um Veränderungen erfolgreich voranzutreiben – aber es reicht nicht. Weil tiefgreifende Veränderungen nicht allein von Superhelden gewonnen werden können, ist es gut, eine Führungskoalition zu bilden: Menschen, denen du vertrauen und auf die du dich verlassen kannst; Menschen mit hoher Motivation und Ownership, die den Wandel führen.

Sonst hilft nur noch: viel Glück!

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Vision, Mut und Grit helfen, Unternehmen durch die Unsicherheit einer Transformation zu führen. Warum persönliche Superkräfte und eine Führungskoalition zählen.